Montag, 24. März 2025

Kühe für den Frieden, Satire

 

Kühe für den Frieden!

Von Joana Angelides

 


Ein bahnbrechendes Friedensmodell erschüttert die Weltgemeinschaft: Waffenruhe gegen Kühe! Eine Verhandlungsstrategie, die aufhorchen lässt – und Appetit auf mehr macht. Denn wenn das Schule macht, könnte man Friedensabkommen bald mit exotischeren Währungen aushandeln: Waffenstillstand gegen Trüffel? Ein Nichtangriffspakt gegen die letzten funktionierenden Druckerpatronen? Oder gar ein globaler Frieden gegen das absolute Menschenrecht auf pünktliche Bahnverbindungen?

Doch bevor die Fantasie mit uns durchgeht, werfen wir einen Blick auf den neuesten Diplomatie-Coup: General Muhoozi Kainerugaba, Leiter der Volksverteidigungsstreitkräfte Ugandas, hat offenbar genug vom leidigen Konflikt mit dem Nuer-Stamm im Südsudan. Seine revolutionäre Idee: Die Nuer sollen sich ergeben und ihm dafür tausend Kühe übergeben.. Eine elegante Lösung – schließlich ist jede Kuh nachhaltiger als eine Rakete und liefert nebenbei auch noch Milch für den Morgenkaffee.

Man stelle sich die Möglichkeiten vor: Hätte Trump von diesem Ansatz gewusst, hätte er der Ukraine statt "Bodenschätze für Waffen" womöglich "Maiskolben gegen Panzer" vorgeschlagen. Und was würde ein Plagiatsjäger dazu sagen? Geistiger globaler Diebstahl? Ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen des diplomatischen Einfallsreichtums?

Der General, bekannt für seine bescheidenen und überhaupt nicht provokativen Aussagen, teilte seine revolutionären Friedenspläne stolz auf X (früher Twitter): "Ich habe genug vom Töten der Nuer. Sagt eurem Führer Riek Machar, er soll kommen und vor Präsident Salva Kiir niederknien." Diplomatie in ihrer reinsten Form! Manche setzen auf Vermittlungsgespräche, andere auf internationale Sanktionen – Kainerugaba bevorzugt poetische Demütigung.

Uganda mischte sich einst in den Südsudan-Konflikt ein, um Präsident Kiir zu schützen und die Hauptstadt Juba zu sichern. Nun wäre es doch viel einfacher gewesen, gleich von Anfang an Kühe als strategische Verhandlungsmasse einzuplanen. Wer weiß, vielleicht erleben wir ja bald eine UNO-Resolution: "Hör auf zu schießen, hier ist ein Hochlandrind!"

Die Welt darf gespannt sein, welche Friedenswährung als nächstes die große Bühne betritt. Ziegen für Bodenschätze? Kartoffeln für Abrüstung? Oder vielleicht ganz simpel: Ein Händedruck gegen gesunden Menschenverstand?

 Es gibt zahlreiche Kurzgeschichten, einige Romane und Gedichte von mir! Fast alles in e-Books zusammengefasst! Download von amazon, Thalia Libri und allen Großhändlern! Großes Lesevergnügen um wenig Geld!

In Google und allen Suchmaschinen sowie meinem Blog:

https://joanasgeschichten.blogspot.com 

www.store.streetlib.com 

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Die Rückkehr des Hähnchenbarons, Satire

  Die Rückkehr des Hähnchenbarons Von Joana Angelides   Im Jahr 2025, kaum hatte Donald J. Trump zum zweiten Mal den Stuhl im Oval Off...