Kühe
für den Frieden!
Von
Joana Angelides
Ein bahnbrechendes Friedensmodell erschüttert die Weltgemeinschaft: Waffenruhe
gegen Kühe! Eine Verhandlungsstrategie, die aufhorchen lässt – und Appetit auf
mehr macht. Denn wenn das Schule macht, könnte man Friedensabkommen bald mit
exotischeren Währungen aushandeln: Waffenstillstand gegen Trüffel? Ein
Nichtangriffspakt gegen die letzten funktionierenden Druckerpatronen? Oder gar
ein globaler Frieden gegen das absolute Menschenrecht auf pünktliche Bahnverbindungen?
Doch bevor die Fantasie mit uns durchgeht,
werfen wir einen Blick auf den neuesten Diplomatie-Coup: General Muhoozi
Kainerugaba, Leiter der Volksverteidigungsstreitkräfte Ugandas, hat offenbar
genug vom leidigen Konflikt mit dem Nuer-Stamm im Südsudan. Seine revolutionäre
Idee: Die Nuer sollen sich ergeben und ihm dafür tausend Kühe übergeben.. Eine
elegante Lösung – schließlich ist jede Kuh nachhaltiger als eine Rakete und
liefert nebenbei auch noch Milch für den Morgenkaffee.
Man stelle sich die Möglichkeiten vor: Hätte
Trump von diesem Ansatz gewusst, hätte er der Ukraine statt "Bodenschätze
für Waffen" womöglich "Maiskolben gegen Panzer" vorgeschlagen.
Und was würde ein Plagiatsjäger dazu sagen? Geistiger globaler Diebstahl? Ein
Verstoß gegen die Genfer Konventionen des diplomatischen Einfallsreichtums?
Der General, bekannt für seine bescheidenen
und überhaupt nicht provokativen Aussagen, teilte seine revolutionären
Friedenspläne stolz auf X (früher Twitter): "Ich habe genug vom Töten der
Nuer. Sagt eurem Führer Riek Machar, er soll kommen und vor Präsident Salva
Kiir niederknien." Diplomatie in ihrer reinsten Form! Manche setzen auf
Vermittlungsgespräche, andere auf internationale Sanktionen – Kainerugaba
bevorzugt poetische Demütigung.
Uganda mischte sich einst in den
Südsudan-Konflikt ein, um Präsident Kiir zu schützen und die Hauptstadt Juba zu
sichern. Nun wäre es doch viel einfacher gewesen, gleich von Anfang an Kühe als
strategische Verhandlungsmasse einzuplanen. Wer weiß, vielleicht erleben wir ja
bald eine UNO-Resolution: "Hör auf zu schießen, hier ist ein
Hochlandrind!"
Die Welt darf gespannt sein, welche
Friedenswährung als nächstes die große Bühne betritt. Ziegen für Bodenschätze?
Kartoffeln für Abrüstung? Oder vielleicht ganz simpel: Ein Händedruck gegen
gesunden Menschenverstand?
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