ZWISCHENLANDUNG IN KAIRO
Es war kein Tag,
wie jeder andere!
Die Klimaanlage im
Hotelzimmer arbeitete auf Hochtouren.
Es war ein
glühender Tag, ein Tag unter gleißendem Sonnenlicht.
Die Geräusche der
Straße drangen nur gedämpft durch die geschlossenen Fenster herein, Die
indirekte Beleuchtung malte fließendes goldenes Licht an die Decke. Doch wir
werden heute Nacht kein Licht brauchen, das Licht kommt wie immer aus uns und wird rund um uns sein.
Wann wolltest Du
kommen? Ich hatte es vergessen, doch bereits am Morgen beim ersten
Augenaufschlag begann mein Herz wie wild zu klopfen, in Erwartung dessen, was
wir heute erleben werden und wollen.
Ich habe zwei Tage
Flugpause, bis meine Maschine wieder abfliegt und wir haben uns wie immer in
diesem Hotel verabredet. Du bist mein orientalischer Märchenprinz aus der
Wüste, mein geheimnisvoller Reiter auf dem schwarzen Araberpferd, erobert in
einer Maschine unserer Fluggesellschaft beim Flug nach Kairo. Deine schwarzen
Augen haben mich arretiert, mein Innerstes verbrannt und mich sofort versklavt.
Dein Name ist nur Schall und Rauch und kaum auszusprechen, doch Dein Körper ist
real, deine Kraft elementar und Deine Stimme macht mich fast verrückt, wenn sie
mir, für mich unverständliche Worte ins Ohr flüstert. Du bist ein Fremder in
meinem Leben, nur vertraut wenn ich in Deinen Armen liege.
Die Dusche erweckt
den dösenden Tiger der Lust in mir, alleine die warmen Strahlen auf der Haut
und auf meiner Brust sind elektrisierend.
Der Schwamm saugte
gierig den Schaum und die Perlen des Peelings auf und ich verteilte alles
sorgfältig an meinem Körper.
Diese Perlen des
Peelings machten meine Haut dünner, empfindlicher. Die Haut an den Brustspitzen
besonders. Das Darüberstreichen, das massieren auf ihnen jagte mir schon
Schauer über den ganzen Körper und eine gewisse erregte Erwartung machte sich
breit.
Es ist doch
erlaubt, dass ich meinen Körper, der in gewissen Stunden uns beiden gehört,
vorbereite auf Dich und Deine Zärtlichkeiten?
Niemand gehört
Jemand, aber man kann sich der Lust versklaven, einer Lust, die beide wollen
und auch genießen.
Dein unbeherrschtes
Inbesitznehmen erhöht jedes Mal die Reize, die ich so genieße, ich bin Sklavin
unserer Vereinigung, und das, mit jeder Phase meines Körpers.
Nachdem meine Haut
dünn und empfindlich war, habe ich sie, noch warm und feucht, mit jener Lotion
benetzt, die Dich durch ihren Duft jedes Mal verrückt macht. Es ist das
Geheimnis eines kleinen Ladens in einem Bazar in der Kairoer Innenstadt, wo
eine kleine dicke Magierin mystische Düfte und Salben für ihre orientalischen
Kundinnen zusammenbraut.
Sie malt in ihrem
Mörser geheime Kräuter und Zutaten mit Ölen und Säften, die sie nie verrät.
Aber sie dringen in die Sinne und den Gehirnen von Männern ein und machen sie
rasend vor Verlangen und wilder Erotik. Es sind alte ägyptische Essenzen, die
im Nacken, hinter dem Ohr und in der Ellenbeuge aufgetragen werden und sofort
ihr Aroma entfalten.
Oh, wenn Du so im
Nacken beginnst, flüsternd und stark atmend den Rücken abwärts gleitest,
beginnen Hummeln in meinem Körper zu summen, Stromstöße durchstreifen mich und
ich bäume mich jedes Mal auf.
Wenn Du so neben
mir liegst und Deine Hand mein Bäuchlein sucht, dagegen drückt, den Po hebt,
ist dieser sensibilisierte Körper nur mehr eine Stimmgabel.
Ohja, ich schließe
dann immer die Augen, will nicht dass es aufhört und stöhne vor Lust vor mich
hin.
Ich liebe es, ein
Bein anzuheben und über Deines zu legen und damit den Weg freizumachen für
deine suchenden Fingerkuppen.
Ohja, Du bist ein
Meister, Du beherrscht das Orchester meines Körpers. Spielst auf der Viola,
entlockst ihr hohe süße Töne, tiefe gutturale Laute dem Cello und hohe
vibrierende Töne der Harfe.
Das
Darüberstreichen des zungenartigen Bogens der Viola, rau und feucht, fordernd
und ausdauernd lässt einen lang gezogenen süßen Ton in der Luft schweben und
endet immer mit einem Paukenschlag.
Unsere
Nervenstränge beginnen irgendwann dunkelrot bis weiß zu glühen und unsere
Körper stehen in Flammen, ohne dass sie wirklich brennen.
Niemals kann es
genug sein. Die kurzen Ruhepausen dienen nur dem Aufbau neuer Sehnsüchte und
Ziele und enden manchmal langsam und kosend, oder auch wild und aufbrausend, in
einem neuen Sturm.
Unsere Zungen
berühren uns, wandern auf- und abwärts, ruhen an manchen Punkten, bis sich die
Sinne in die Lüfte erheben und außer sich um sich schlagen.
Wir werden uns
danach wieder trennen, aber immer nur
für eine kurze Zeit, bis zur nächsten Flugpause zwischen zwei Flügen.
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